Flecainid ist ein den Herzrhythmus stabilisierendes Mittel aus der Gruppe der so genannten Klasse-1C-Antiarrhythmika (Natriumkanalblocker). Es lässt das Herz langsamer und regelmäßiger schlagen, indem es die Reizweiterleitung in den Nerven verlangsamt und die Reizbarkeit des Herzmuskels vermindert. Es wird bei Herzrhythmusstörungen (zum Beispiel Vorhofflimmern) als auch zur Vorbeugung gegen Herzrhythmusstörungen verschrieben.
Flecainid und der Sinn einer DNA-Analyse
Die Geschwindigkeit, mit der Flecainid im Körper verarbeitet wird, ist individuell unterschiedlich. Dies hat zur Folge, dass Wirksamkeit und Nebenwirkungen von Flecainid sich zum Teil anhand der Gene vorhersagen lassen. Eine vorbeugende DNA-Analyse kann darum ein wichtiges Hilfsmittel zur Optimierung der medikamentösen Therapie sein.
Flecainid und das Enzym CYP2D6
Flecainid wird in erheblichem Maße durch das Enzym CYP2D6 verarbeitet. Je nach genetischer Veranlagung kann die Aktivität dieses Enzyms sehr unterschiedlich sein, wodurch auch die Wirkung von Flecainid individuell verschieden sein kann.
Informationen über Ihre genetische Veranlagung können daher Anlass dazu bieten, bei einer Therapie mit Flecainid besonders achtsam zu sein.
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Auch bekannt als
Flecaïnide-acetaat, Tambocor, Flecainide, CCRIS 313, Flecaine, Flecainida, Flecainidum, Almarytm, Apocard, Apo-flecainide, Auro-flecainide